Land & Leute
Relativ dünn besiedelt und vom Tourismus lange Zeit verschont geblieben, bieten die Ionischen Inseln jene idyllische Atmosphäre, die lange Zeit für ganz Griechenland typisch war. Üppige Vegetation wechselt mit wildromantischer, karger Berglandschaft, verlassene Siedlungen zeugen von vergangenen Kulturen und weite Landstriche ohne Tourismus wechseln sich mit lebhaften, reizvollen Häfen ab.

Das Profil der größeren Inseln wird durch hohe Berge geprägt, die oft mehr als 1000m hoch sind. Während sich die Westseiten meist steil als Felsenküsten ins Meer stürzen, neigen sich die östlichen Teile dieser Inseln meist sanft dem Meer zu. Feinste, ausgedehnte Sandstrände zwischen den Felsgraten laden auf der Westseite zum Baden ein,
sind aber nur für einen kurzen Aufenthalt für Segelyachten geeignet.
Neben silbrig schimmernden Olivenbäumen bestimmen Pinienwälder und mannshohe Macchia das Bild der Flora. Zwischen Eichen und Lorbeerbäumen wachsen Myrten und allerlei Kräutergestrüpp wie Oregano,
Thymian und Salbei Auf den Anhöhen setzen verfallene Windmühlen und Ruinen mittelalterlicher Burgen ihre Akzente in die Landschaft.
Die historische Nähe Italiens, insbesondere Venedigs, spürt man in Architektur, Sprache und Küche. Dass man in den Tavernen vor der Bestellung in alle Töpfe gucken darf, ist wie überall in Griechenland selbstverständlich.
Wer sich der Mentalität und Gelassenheit der Bevölkerung hier anschließen mag, erlebt Griechenland von seiner schönsten Seite. Denn wie Henry Miller, der berühmte Freund Griechenlands, aus seiner (durch die Kriegswirren) erzwungenen Isolation in Korfu notierte: "Den ganzen Tag schweigen, keine Zeitung lesen, kein Radio hören,
keinem Klatsch lauschen, völlig und gründlich gleichgültig dem Schicksal der Welt gegenüber sein,
ist die beste Medizin, die sich ein Mensch verschreiben kann."